Was man so sagt über die Kulturhauptstadt …

Kulturhauptstadt bedeutet für uns Kultur von allen für alle. Um alle zu treffen haben wir Denk- und Dialogwerkstätten veranstaltet, Vorträge, Workshops und Talks abgehalten, nach #Grenzmomenten gefragt und oft miteinander geredet. Wir haben viele Antworten auf unsere vielen Fragen bekommen. Hier eine Auswahl, die wir gerne mit Euch teilen:

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Direktorin vai Vorarlberger Architektur Institut

Verena Konrad

Die Kulturhauptstadt hat das Potenzial bestehende Kräfte im Kultursektor zu bündeln und bisher ausgesparte blinde Flecken – bezogen auf Akteur/innen und Inhalte - sichtbar zu machen und einzubeziehen. Schwerpunkte im Bereiche Stadtentwicklung und Baukultur wird das vai gern und engagiert begleiten und mittragen.

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Founder Super BfG

Christian Feurstein

Dornbirn Plus: Weitblick? Check. Team? Bestes. Ghörig? Und wie. Vernetzung? Yes. Mutig? Aber so was von.

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literatur:vorarlberg netzwerk

Frauke Kühn

Mit dem Nachdenken über die Bewerbung zur Kulturhauptstadt startete die Initiative Dornbirn plus einen Prozess, der dazu einlädt, Europa lustvoll auf ungewöhnliche Weise in Vorarlberg zu denken. Dass daraus konkrete Kulturprojekte - auch mit Experimentiercharakter, wie im Fall der Europaklasse - entwickelt und mit finanzieller Unterstützung gewagt werden konnten, ist ein wertvoller Impuls in der spannenden Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Team.

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Naturwissenschaftliche Direktorin inatura Dornbirn

Ruth Swoboda

Eure Arbeit und natürlich eure Energie und Freude färben voll auf uns ab. Wir haben im Bereich Forschung, Fachberatung, Citizen Science usw. eine Neuausrichtung vor. Da sind deine Ausführungen nur Balsam und Bestätigung.

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Geschäftsführerin IG Kultur Vorarlberg

Katharina Leissing

Das Bewerbungsprozedere zur Europäischen Kulturhauptstadt ist ein vielschichtiger und durchaus spannender Prozess, den auch wir kritisch-konstruktiv verfolgen und begleiten. Wichtig ist und bleibt, dass in keinem Moment die Anliegen der Kunst- und Kulturschaffenden vor Ort vergessen oder übersehen werden. Sie gehören in einer Kulturhauptstadt auch im europäischen Rahmen in den Mittelpunkt. Da geht es unter anderem um faire Bezahlung, gute Rahmen- und Arbeitsbedingungen. Diesbezüglich gibt es auch in Vorarlberg noch viel zu tun. 

Die Europäische Kulturhauptstadt und auch schon der der Weg dorthin könnte und sollte eine Chance sein, diese Themen in den Vordergrund zu rücken und eine Trendwende einzuleiten, der Kultur jenen (auch finanziellen) Stellenwert zuzusprechen, der ihr zusteht.

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Leitung Stadtbibliothek Dornbirn

Ulrike Unterthurner

Für uns Bibliotheken als Orte der Kommunikation und Treffpunkte für Viele ist die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2024 ein willkommener Anlass, uns in der Kunst, gute Gastgeber zu sein, zu üben. Als offener Wissens- und Ideenraum für Dornbirn will die Bibliothek für die Bürgerinnen und Bürger eine einladende Plattform sein, um sich Wissen anzueignen und Kompetenzen in den unterschiedlichen Lebensbereichen zu entwickeln. Die Stadtbibliothek sieht sich als kommunale Gemeinschaft, in der aktives bürgerliches Engagement, kooperatives Arbeiten und Lernen und Partizipation an gesellschaftlichen und kulturellen Prozessen möglich sein und gepflegt werden soll. Darüber hinaus möchte die Bibliothek die Vorbereitungsphase auf dem Weg zur Kulturhauptstadt intensiv nutzen, um die Kooperationen mit den Bibliotheken in Hohenems, Feldkirch und im Bregenzerwald zu stärken.

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Leitung Stadtmuseum Dornbirn

Petra Zudrell

Kultur und Museen schaffen für mich Resonanz und Wunder. Kulturinstitutionen sind wichtige Resonanzböden für die Stadt und Wunder geschehen im Museum zwar keine, trotzdem darf hier gestaunt werden. Daneben soll es im Museum aber auch handfest zur Sache gehen, hier können Dinge verhandelt werden, Auseinandersetzungen geführt werden, Spannungen ausgehalten werden. Den Weg zur Kulturhauptstadt gehen wir vom Stadtmuseum mit Begeisterung mit.

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NEST Agentur für Leerstandsmanagement

Angie Schmied

Die Bedeutung von Kultur ist heute mehr denn je von besonderer Aktualität. Sie beeinflusst unsere räumlichen Vorstellungen und Wahrnehmungen sowie unsere Beziehung zur Natur. Durch Migration und Globalisierung wird sie ständig umgestaltet und neu geschaffen - und verdient ein besonderes Augenmerk. Die VILLA MÜLLER ist stolz darauf, einen Beitrag zur Kulturhauptstadt 2024 leisten und Raum für Kunst- und Kulturschaffen - sei es für Veranstaltungen aller Art, Seminare, Workshops inklusive Übernachtungsmöglichkeiten - anbieten zu können.

Gerade die Region Dornbirn plus weist ein reiches kulturelles Erbe auf und wir sollten alle darauf schauen, dass es auch so weitergeht.

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Leitung Stadtarchiv Dornbirn

Werner Matt

„Kultur säen – Europa ernten“ fällt mir ein, wenn ich höre, wie das „Vorarlberger Industriemuseum“ Teil der Diskussion über die Kulturhauptstadt wird. Wir brauchen Mut für Erzählungen über Innovationen und Arbeit, Ankommen und Bleiben, eine Region im Wandel und internationale Vernetzung, kurzum eine Gesellschaft in Bewegung auf dem Weg in die Zukunft. Eine Chance, unsere Region zu fokussieren, viele Menschen zu erreichen und gleichzeitig schon bestehende Brücken in die Bodenseeregion sowie darüber hinaus neu zu beschreiten.

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Grafikdesigner

Stefan Sagmeister

Die Orte Dornbirn, Hohenems, Feldkirch und Bregenz samt Bregenzerwald bilden eine einzigartige Region: Sie haben es weitgehend geschafft Ihre Kultur zu erhalten ohne in der Nostalgie zu schwelgen, mit dem Fremdenverkehr zu leben ohne sich auszuverkaufen und das Überlieferte nicht nur zu erhalten aber in einer für das 21. Jahrhundert angemessenen Form aufzuwerten. Vieles könnte noch verbessert werden, und der Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt wird diese Verbesserung unterstützen.

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Musikpädagoge Musikschule Dornbirn & Dirigent des Stadtorchesters Feldkirch

Murat Üstün

Toll, dass es Euch gibt. Danke im Namen aller Kulturschaffenden.

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Hotel und Gashof Johann

Rafaela Berger

Immer schon war ich überzeugt, dass dieses Projekt unsere Region stärken würde und allen gut tut. Als Gastgeber, als Menschen als Region.

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Musiker

Stefan Dünser

Wir Musiker sehen eine Bewerbung äußerst positiv. Wir bestreiten einen Großteil unserer Konzerte im Ausland, so durften wir erfahren wie immens wichtig kultureller Austausch für das Zu-Stande-Kommen neuer Ideen ist. Die so entstandene Kreativität strahlt auf alle Bereiche unseres Lebens aus. Auch auf unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Wir hoffen ganz stark auf neue Begegnungen und Kooperationen, die sich dadurch ergeben werden. Diese Chance dürfen wir auf keinen Fall verpassen.

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Intendant der Wiener Symphoniker

Johannes Neubert

Eine Bewerbung der Region Rheintal um die europäische Kulturhauptstadt 2024 wäre ein wichtiger Impulsgeber innerhalb und außerhalb Österreichs, da eine solche Bewerbung symbolhaft den europäische Grundgedanken grenzüberschreitender Kooperation in sich tragen würde. Darüber hinaus ist die Region Rheintal Dank der Bregenzer Festspiele und vieler anderer international renommierter Kulturorganisationen und -initiativen zu einer ähnlichen Bedeutung gelangt wie die anerkannten österreichischen Kulturstädte Wien und Salzburg. Eine Bewerbung würde dieser gewachsenen Bedeutung entsprechend Rechnung tragen.

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Bürgermeisterin der Stadt Dornbirn

Andrea Kaufmann

Zahlreiche Städte, die sich als Kulturhauptstadt Europas bewerben, konnten beispielgebende Entwicklungsschritte machen. Über diese Möglichkeiten nachzudenken und sie zu öffnen – unabhängig davon, ob man den Zuschlag durch die EU Jury erhält oder nicht – ist eine Chance, die wir uns weder als Stadt Dornbirn noch als Region entgehen lassen sollten. Die Dynamik, die über kulturelle und künstlerische Fragestellungen und Projekte entsteht, kann generell wesentliche Impulse für das Zusammenleben in unserem Raum über kommunale Grenzen hinweg geben. Wir befinden uns im Zentrum Europas und gleichzeitig in einer der am dichtest besiedelten Grenzregionen. Wie gehen wir mit unseren gemeinsamen Ressourcen um, wie steht es um die Lebensqualität in einem zunehmend urbaneren Gefüge und wie reagieren wir vorausschauend auf damit verbundene gesellschaftliche Veränderungen? All das und vielfältige weitere Themenstellungen beschäftigen uns, auch im Rahmen der Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2024. Eine erfolgreiche Bewerbung würde Prozesse beschleunigen und anhaltende Signale weit über die Grenzen setzen.

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Bürgermeister der Stadt Hohenems

Dieter Egger

Unsere Zukunft liegt im Miteinander: Wenn die Kommunen räumlich zusammenwachsen und die Mobilität der Menschen zunimmt, gilt es auch, künftige Herausforderungen verstärkt in der Gemeindekooperation anzugehen. Das europäische Projekt kann uns als Motor dienen, gemeinsam zu einer regionalen Kulturentwicklung beizutragen. Den Blick dabei stets über bestehende Grenzen zu richten, unterstützt diesen Prozess nur – alleine der Weg und jeder Schritt auf das Jahr 2024 zu werden für unser Selbstverständnis von Bedeutung sein.

Hohenems blickt auf eine reiche Geschichte zurück, deren Fäden sich schon vor Jahrhunderten ins europäische Abendland entsponnen hatten. Eine vielfältige, aktive Kulturlandschaft prägt die Stadt in der Gegenwart. Dies alles im Zusammenschluss mit unseren Nachbarn noch weiter zu stärken, zu entwickeln und der Welt zu präsentieren, ist ein Weg, den wir uns freuen zu gehen.

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Alt-Bürgermeister der Stadt Feldkirch

Wilfried Berchtold

Sobald, in welchen Kreisen auch immer, die Rede auf eine mögliche Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2024 kommt, bewegen sich die Einschätzungen üblicherweise irgendwo zwischen den Polen  „faszinierend“ und „größenwahnsinnig“. Das zeigt, dass wir uns mitten in einem Thema mit hohem Polarisierungsgrad befinden, in einem Thema, dessen mögliche Risiken zwar nicht von der Hand zu weisen sind, das aber gleichzeitig sehr große Chancen für die Weiterentwicklung unserer Region bieten kann. Das Tempo der gesellschaftlichen Veränderung wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit nicht abnehmen, daher halte ich es für mehr als überlegenswert, auf die Kultur als „Kitt der Gesellschaft“ ein besonderes Augenmerk zu legen. Das Projekt „Kulturhauptstadt Europas“ kann hier als Katalysator dienen, kann neue Wege der regionalen Kulturentwicklung aufzeigen und so wichtige Impulse für Stadt- und Regionalentwicklung geben. Erste kleine Schritte sind bereits gemacht.